Durch den Schulwechsel meines Sohnes lerne ich gerade ein tolles Projekt kennen: Klasse 2000 (für Grundschulen)
Suchtvorbeugung durch Gesundheitsförderung
Ziel von Klasse2000 ist es, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken. Sie brauchen Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohl fühlen und gesund bleiben. Gleichzeitig sollen sie erfahren, was sie selbst tun können, um gesund zu bleiben.
Im Einzelnen heißt das:
Kinder kennen ihren Körper und entwickeln eine positive Einstellung zur Gesundheit
Spielerisch wird ihre Körperwahrnehmung geschult und sie entdecken wichtige Körperfunktionen. Dabei wird die Wertschätzung für den eigenen Körper gestärkt.
Kinder kennen die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung und haben Freude an einem aktiven Leben
Sie lernen das Wichtigste über gesundes Essen und Trinken. Durch Bewegung und Entspannung erfahren sie, dass „gesund sein“ Spaß macht.
Kinder entwickeln persönliche und soziale Kompetenzen
Sie achten auf ihre Gefühle und Bedürfnisse und lernen, sie auszudrücken. Sie nehmen Rücksicht auf andere und üben angemessenes Verhalten bei Konflikten und Problemen.
Kinder lernen den verantwortlichen Umgang mit Tabak, Alkohol und den Versprechen der Werbung
Die Kinder übern z.B., in Gruppendruck-Situationen „Nein“ zu Tabak und Alkohol zu sagen und analysieren die Glücksversprechen der Werbung.
Das Umfeld der Kinder – Eltern, Schule, Gemeinde – unterstützt sie beim gesunden Aufwachsen.
Für eine gesunde Entwicklung der Kinder sind die „Verhältnisse“, in denen sie leben, genauso wichtig wie ihr eigenes „Verhalten“. Deshalb integriert Klasse2000 Schüler, Lehrer, Eltern, Gesundheitsförderer und Paten im Engagement für eine kindgerechte und gesundheitsfördernsde Lebensumwelt.
Quelle und weitere Informationen: Klasse2000
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Besonders interessant finde ich in der aktuellen Sonderausgabe „Was tun gegen Sucht? – 7 Vorschläge für Eltern“ die Ausführungen zum Thema „Kinder brauchen Freiraum und Beständigkeit“:
Manche Eltern (meiner Meinung nach besonders auch Großeltern, Menschen mit bereits erwachsenden Kindern und vor allem Kinderlose) vertreten die Auffassung, dass die moderne Erziehung zu freizügig sei, dass man die Kinder über alle Maßen gewähren ließe und ihnen keine Grenzen mehr setzen würde.
Hier nun interessant die Sichtweise der Fachleute – sie halten diese Sicht nicht nur für verkehrt, sondern sogar für unrealistisch. Und wenn man sich dann den Vergleich durchliest … wir (ich bin 68′er Jahrgang) hatten zwar eine strengere Erziehung, wir hatten aber auch wesentlich mehr eigenen Erfahrungsraum. Wir konnten auf die Straße, wir waren stundenlang zum Spielen unterwegs ohne Aufsicht, ohne Handy … wir hatten – auch in der Stadt – jede Menge Wiesen auf denen wir spielen konnten … wir hatten unsere Banden und Cliquen, unsere Verstecke, unsere Geheimnisse … was davon wussten unsere Eltern überhaupt? UND: wir hatten keinen Terminkalender für die Nachmittage und Wochenenden! WAS FÜR EINE FREIHEIT!
„In Wirklichkeit sind Kinder heute stärker organisiert, beaufsichtigt, begrenzt und eingeengt denn je.“
